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Leserbrief

zum Artikel „Viele werdende Eltern verunsichert“ vom 9.1.2021

In Frau Knellers Leitartikel wird ein brennendes Problem angesprochen. Es geht um Frauen, die durch eine Schwangerschaft in Not geraten sind, weil das ungeplante Kind ihr Leben massiv verändern, die Lebensplanung umschmeißen oder gar in finanzielle Not bringen wird. In dieser Situation muss und kann den Frauen geholfen werden. In einem der reichsten Länder der Welt dürfte das kein Problem sein, einer Frau die notwendige Unterstützung zu geben. Diese Frauen, die auf jeden Fall in einer emotionalen Ausnahmesituation sind, brauchen liebevolle und tatkräftige Unterstützung in Form von Menschen, die ihnen zur Seite stehen, sie ermutigen und über einen längeren Zeitraum da sind, um konkret zu helfen.

Das Herz eines  ungeborenes Kindes schlägt bereits  seit dem 21. Tag , es kann Berührungen fühlen und hat schon seine einzigartigen Fingerabdrücke. Schwangerschaftsabbruch klingt neutral, bedeutet aber Beendigung dieses Lebens. Mit so einer Tötung zu leben, kann für werdende Mütter eine große Belastung sein. Bei einer Schwangerschaft handelt es sich nicht um eine Krankheit, die man einfach wegoperieren kann.

Für mich ist es unerträglich, dass die Versorgung mit Abtreibungskliniken in dem Artikel so einen breiten Raum einnimmt. Ich wünschte mir, dass für die Lebenschancen der ungeborenen Kinder mehr geworben wird.

Unsere Gesellschaft müsste Familien und Menschen mit Kindern große Anerkennung entgegen bringen. Dazu gehört, dass Kinder als etwas Wunderbares und Bereicherndes und nicht als Last und Karrierekiller gesehen werden. Dementsprechend muss die Erziehung hoch geschätzt und finanziell gewürdigt werden, so wie andere Berufstätigkeit auch.

Solange Staat und Gesellschaft noch nicht so weit sind, braucht es das Engagement und die Hilfe von Organisationen, die es zum Glück der Frauen, die ihr Kind gegen alle widrigen Umstände wollen, gibt. Diese helfen Frauen in Konfliktsituationen bis weit über die Geburt hinaus, sowohl finanziell, materiell, personell und indem  die Mitarbeiter jederzeit ansprechbar sind.

 

Hildegard Zänglein

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