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WLAN: Zeit für Vorsorge und Gefahrenabwehr

Erst informieren, dann reden, Frau Schulze! Der grüne Kollege Martin Runge, MDL und Autor des Buches „Mobilfunk, Gesundheit und die Politik“ und ehemaliger Organisator der Mobilfunkanhörungen im Bayerischen Landtag hätte es bestimmt besser gewusst.

Warum fürchtet jeder zweite Bürger Mobilfunkmasten? (Bitom, Umfrage im April 2020) Es ist nicht nur höchste Zeit für Vorsorge, sondern für Gefahrenabwehr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Mikrowellen-Mobilfunkstrahlung als möglicherweise krebserregend eingestuft und das Bundesamt für Strahlenschutz selbst eine tumorfördernde Wirkung unterhalb der Grenzwerte bestätigt.

Es sollte hellhörig machen, dass in der „Erklärung von Nikosia“ die österreichische und Zyprische Ärztekammer ein WLAN-Verbot an Schulen fordert und Frankreich ein WLAN-Verbot in Einrichtungen für Kinder unter sechs Jahren gesetzlich erlassen hat. Solche Reaktionen beruhen auf einer besorgniserregenden Studienlage. Auf höchster wissenschaftlicher Ebene, im Springer-Reference-Book, haben bereits 2014 im WLAN-Review Naziroglu und Akman das Schädigungspotenzial beschrieben.

Der bisher größte Review von Wilke (2018) listet 100 Studien auf, die Folgen wie Kopfschmerzen, Konzentrations- und Fruchtbarkeitsstörungen, verschlechtertes Lern- und Erinnerungsvermögen bis zum Krebsrisiko beschreiben. Wie kann WLAN an Schulen installiert werden, wo sich eventuell Kinder oder Lehrer mit einer Krebsbiografie aufhalten?

Die beste Alternative sind Kabelverbindungen. Wenn es unbedingt mobil sein soll: optische Kommunikation über Infrarotlicht (LiFi) ist zur Serienreife entwickelt.

Elke Fertig, Aschaffenburg

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