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Mehr Parkplätze bedeutet ein "weiter so"

(Nicht nur?) Die Aschaffenburger CSU hat anscheinend den Ernst der Klima-Situation verschlafen!?

Die Damen und Herren mögen doch bitte alleine mal das Main-Echo vom 13. Juli lesen. Mit Halbierung der Lebensmittel-Abfälle, 20 Prozent weniger Fleisch und neue Kleidung und Umstieg Flugzeug-Bahn könnte man den durchschnittlichen Jahres-Pro-Kopf-CO2-Ausstoß circa um 0,6 Tonnen auf 10,4 Tonnen vermindern.

Um die Klimaziele zu erreichen, wäre aber ein Pro-Kopf-Ausstoß unter einer Tonne nötig! Ohne radikale Umstellungen von Energieerzeugung, Industrie, Verkehr und Konsum laufen wir also geradewegs in die Klima-Katastrophe!

"Liebe" CSU - wie wär's mit der Schlagzeile: "Stadtmitte-CSU fordert radikale Verminderung der Autos!" Mehr Parkplätze gäb's dann umsonst dazu - besser aber mehr Raum zum Leben (insbesondere für Kinder) in der Stadt. Einer Partei mit angeblich christlichen Zielen müssten die Bewahrung der Schöpfung und eine lebenswerte Umwelt doch ein Herzensanliegen sein!

Welchen "Erfolg" können Sie hier nach 16 Jahren CDU/CSU-Kanzlerschaft vorweisen? Wie steht's mit der CO2-Reduktion im Verkehr? Der Umwandlung von Park- und Verkehrsflächen in Lebensraum? Der Förderung von Fahrrad und ÖPNV?

War bei der nötigen Umgestaltung von Wirtschaft und Verkehr eventuell die "christliche Nächstenliebe" zu einschlägigen Lobby-Gruppen und Partei-Spendern im Wege?

Und jetzt bitte nicht das Arbeitsplätze-Argument: "Die Hälfte unserer Arbeit ist entweder überflüssig oder schädlich", schrieb kürzlich ein Volkswirtschaftlicher mit guter Begründung. Wer mehr Parkplätze fordert, will ein Weiter-So-Wie-Bisher. Oder glauben Sie wirklich an den 1:1-Umstieg auf Autos mit 100 Prozent-Antrieb durch erneuerbare Energien (inklusive CO2-neutraler Produktion)?

Träumen Sie weiter - und überlassen Sie das Aufwachen Ihren Kindern und Kindeskindern.

 

Rudolf Lang, Aschaffenburg