Wir unterstützen die Demonstrationen von Fridays for Future

Die ÖDP kritisiert die faulen Kompromisse zum Beispiel beim Braunkohletagebau. Die Uhr tickt und es ist die Aufgabe aller Generationen und aller politisch Verantwortlichen schnell zu handeln, um das Kippen des Klimas noch zu verhindern.

Das Problem besteht ja nicht erst seit gestern. Vor mehr als 50 Jahren gründete sich der ´Club of Rome´ als interdisziplinärer Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus über 30 Ländern. Ihre umfassende Untersuchung erschien 1972 und trug den Titel ´Die Grenzen des Wachstums´, in dem die ökologische Misswirtschaft der Menschheit analysiert wurde. Dieses Werk war rund um den Globus entscheidend daran beteiligt, dass sich die Umweltschutzbewegung organisierte, und seit Ende der 1970er Jahre auch in Deutschland wahrnehmbar in Erscheinung trat. Für den Fall der Nichtbeachtung der Wachstumsgrenzen des Planeten sagte der Club of Rome verschiedene Zusammenbruchs-Szenarien voraus. Wir hatten Jahrzehnte, um die Wirtschaftssysteme umzubauen und die Lösungen wurden immer wieder aufgezeigt, aber wir haben sie zu wenig genutzt.

Die vorhandenen Klimaphänomene sind für sich genommen schon bedrohlich: Wetterextreme, Waldbrände, Dürren, rapider Artenverlust, ... Hochgefährlich ist, dass das Klima irreversibel kippen könnte. Die schwerwiegenden langfristigen Folgen sind jetzt schon verheerend, weil vor allem die Menschen im Süden um ihre Existenz, um ihr Hab und Gut fürchten müssen. In einer Zeit, in der möglichst viele Regierungen eng zusammenarbeiten müssten, nehmen aber die geopolitischen Rivalitäten zu.

Der laute Protest der Jugend ist daher absolut wichtig und ihre Beharrlichkeit und Kompromisslosigkeit verdienen volle Unterstützung.

Die ÖDP ist seit jeher der Überzeugung, dass unsere begrenzte Erde kein grenzenloses Wachstum verträgt. Deshalb stehen wir für eine Umkehr hin zu einer für Menschheit und Natur verträglichen Wirtschaftsweise und fordern wirkungsvolle gesetzliche Regelungen.

Die mit dem Wachstumswahn verbundene Privatisierung, die Deregulierung und Liberalisierung erschöpfen die Erde immer schneller. Statt an ungebremstem und blindem Wachstum müssen wir uns an Nachhaltigkeit und Gemeinsinn orientieren.

Mensch vor Profit. Weniger ist mehr.

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