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Warum?

Warum rasen wir auf die Klimakatastrophe zu, obwohl die Fakten auf der Hand liegen? Artensterben, Erosion der Böden, Wasserkrise, Klimawandel: Wie kann es sein, dass wir immer mehr wissen, einen Klimagipfel nach dem anderen abhalten und uns doch so schwer mit wirksamen Veränderungen tun? Wir beschießen Abkommen und halten uns nicht daran, z.B. das Pariser Abkommen.
Weshalb fahren wir immer größere Autos, fliegen in den Urlaub oder zum Kreuzfahrtschiff, das wir in der Karibik besteigen, verbrauchen immer mehr Ressourcen, konsumieren als wären wir süchtig danach?
Warum lassen wir die Zukunftsängste nicht an uns heran, sondern verleugnen bzw. verdrängen sie?
Die Lösungen liegen doch auf der Hand. Und nicht erst seit gestern. Seit 50 Jahren entwickeln Wissenschaftler Alternativen zu unserer Art zu leben, aber wir bewegen uns immer noch in Richtung Zerstörung. Die Katastrophe ist absehbar, dennoch geschieht zu wenig. Wir schieben dringende Maßnahmen auf die lange Bank.
Es ist wichtig, die Politik immer wieder zum Handeln aufzufordern, denn sie schafft die Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Menschen den Richtungswechsel in letzter Sekunde noch schaffen können.

Wir unterstützen die Demonstrationen von Fridays for Future

Die ÖDP kritisiert die faulen Kompromisse zum Beispiel beim Braunkohletagebau. Die Uhr tickt und es ist die Aufgabe aller Generationen und aller politisch Verantwortlichen schnell zu handeln, um das Kippen des Klimas noch zu verhindern.

Das Problem besteht ja nicht erst seit gestern. Vor mehr als 50 Jahren gründete sich der ´Club of Rome´ als interdisziplinärer Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus über 30 Ländern. Ihre umfassende Untersuchung erschien 1972 und trug den Titel ´Die Grenzen des Wachstums´, in dem die ökologische Misswirtschaft der Menschheit analysiert wurde. Dieses Werk war rund um den Globus entscheidend daran beteiligt, dass sich die Umweltschutzbewegung organisierte, und seit Ende der 1970er Jahre auch in Deutschland wahrnehmbar in Erscheinung trat. Für den Fall der Nichtbeachtung der Wachstumsgrenzen des Planeten sagte der Club of Rome verschiedene Zusammenbruchs-Szenarien voraus. Wir hatten Jahrzehnte, um die Wirtschaftssysteme umzubauen und die Lösungen wurden immer wieder aufgezeigt, aber wir haben sie zu wenig genutzt.

Die vorhandenen Klimaphänomene sind für sich genommen schon bedrohlich: Wetterextreme, Waldbrände, Dürren, rapider Artenverlust, ... Hochgefährlich ist, dass das Klima irreversibel kippen könnte. Die schwerwiegenden langfristigen Folgen sind jetzt schon verheerend, weil vor allem die Menschen im Süden um ihre Existenz, um ihr Hab und Gut fürchten müssen. In einer Zeit, in der möglichst viele Regierungen eng zusammenarbeiten müssten, nehmen aber die geopolitischen Rivalitäten zu.

Der laute Protest der Jugend ist daher absolut wichtig und ihre Beharrlichkeit und Kompromisslosigkeit verdienen volle Unterstützung.

Die ÖDP ist seit jeher der Überzeugung, dass unsere begrenzte Erde kein grenzenloses Wachstum verträgt. Deshalb stehen wir für eine Umkehr hin zu einer für Menschheit und Natur verträglichen Wirtschaftsweise und fordern wirkungsvolle gesetzliche Regelungen.

Die mit dem Wachstumswahn verbundene Privatisierung, die Deregulierung und Liberalisierung erschöpfen die Erde immer schneller. Statt an ungebremstem und blindem Wachstum müssen wir uns an Nachhaltigkeit und Gemeinsinn orientieren.

Mensch vor Profit. Weniger ist mehr.

Der Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller Eugen Drewermann schreibt:

Wir erleben "die Ausbeutbarkeit des Menschen inmitten einer verabsolutierten Renditesteigerungsökonomie, die politisch wie geistig als unüberschreitbare Selbstverständlichkeit, alternativlos, uns vorgestellt und moralisch verpflichtend gemacht wird, während sie weltweit Zerstörung und Verwüstung hinterlässt, indem sie an der Stelle dessen, was das Leben heißt, technische Produkte und nutzbare Kahlflächen etabliert.
Es ist nicht möglich, den Kapitalismus beizubehalten und die Umwelt zu schonen...  Eine Wachstumswirtschaft kennt keine Schonung, sie kann nur immer weiterwuchern."
(Eugen Drewermann: Vertrauen kann man nur auf Gott, S. 36f)

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