Kein 5G, solange keine Studien vorliegen!

5G Mobilfunk - Gefahren für Menschen, Tiere und Pflanzen

ÖDP verlangt Moratorium zu 5G

ÖDP-Postitionspapier

Vortrag von Professor Dr. Klaus Buchner

Der Europaabgeordnete Prof. Dr. Klaus Buchner verurteilt das eklatante Fehlen von biologischen und ökologischen Studien zur 5G-Funkstrahlung und fordert unverzüglich eine Studie über die Auswirkungen von 5G auf die Gesundheit, und zwar noch vor dem Einsatz dieser Technologie.

Es gibt derzeit keine Studien zu den biologischen Effekten der echten 5G-Strahlung. Die wissenschaftliche Literatur der letzten Jahrzehnte zu den biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Felder zeigt mehrere schädliche Auswirkungen, unter anderem auf das Nervensystem, oxidativen Stress, hormonelle Störungen und übermäßige Kalziumsignale in Zellen. Für jede dieser Wirkungen gibt es allein 12 bis 35 Übersichtsartikel über die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse.

Gegenüber den bisherigen Mobilfunkstandards hat 5G eine Reihe von Besonderheiten: Einen eklatanten Anstieg der benötigten Antennen, die sehr hohen Leistungen, die angekündigt wurden, um das Eindringen von kurzwelliger Strahlung in Gebäude zu gewährleisten, die hohe Absorption elektromagnetischer Wellen von 5G auf der Oberfläche von Organismen wie Insekten, Vögeln und Bäumen und die außergewöhnlich hohen Pulse der 5G-Signale, die biologisch noch aktiver sind als die der früheren Mobilfunkgenerationen. Das sind alles Faktoren, die den Verdacht auf ähnliche oder schwerwiegendere schädliche Auswirkungen der 5G-Strahlung auf Wildtiere, Pflanzen und Menschen wecken als die bisherige Funkstrahlung. Deshalb brauchen wir so schnell wie möglich biologische Folgenabschätzungen, um ernste gesundheitliche Bedenken ausräumen zu können. Die ÖDP akzeptiert weder die Verleugnung und Untätigkeit der Kommission in Gesundheitsfragen noch ihre Bereitschaft, 5G um jeden Preis zu erzwingen.

Prof. Klaus Buchner: "Die 5G-Technologie wirft Fragen der öffentlichen Gesundheit auf. Sie ermöglicht aber auch eine vollständige Überwachung. Dies geschieht in Form von Tracking-Anwendungen, z.B. in Ihrem Kühlschrank, der verfolgt, was Sie essen, oder durch Gesichtserkennung über Kameras in Ihrem Fernseher. Solche Anwendungen sind darauf ausgelegt, wertvolle Informationen für individualisierte Werbung zu sammeln, die auch für andere Zwecke missbraucht werden können. Mit 5G wird die Menge an Informationen, mit deren Hilfe wir beeinflusst werden können, sehr viel größer sein. Damit kann z.B. eine Wahlbeeinflussung, wie sie durch Cambridge Analytica geschehen ist, perfektioniert werden."

Philippe Lamberts, belgischer Abgeordneter der Partei Ecolo: "Ich bin weder blinder Technologie-Fan noch Skeptiker. Als Ingenieur weiß ich, dass Technologie genauso nützlich wie gefährlich sein kann. Ich kann heute sehen, dass die Begeisterung für 5G auf Argumenten der Industrie basiert, aber ohne echten gesellschaftlichen Nutzen. Es ist daher dringend geboten, abzuwarten und sich die Zeit zu nehmen, um am Ende des Tages herauszufinden, was 5G wirklich für uns, die europäischen Bürger, tun kann."

Ohne eine vorherige Bewertung Auswirkungen der 5G-Strahlung auf Leben und Umwelt muss das Vorsorgeprinzip angewendet und Moratorien für den Einsatz von 5G beschlossen werden, wie beispielsweise in drei Schweizer Kantonen und von vielen Gemeinden in Belgien und Italien.

"Im Moment haben wir keine Studien, die auf realen 5G-Signalen und deren Auswirkungen auf Tiere basieren. Das Gleiche gilt für 4G. Das Problem ist, dass wir alle diese Technologien ohne Tests auf biologische Sicherheit eingesetzt haben. Die bestehenden Richtlinien sind fehlerhaft, weil sie keine nicht-thermischen, krebserregenden oder reprotoxischen Effekte untersuchen", betonte Professor für Biochemie und Medizin Martin Pall (Washington State University, USA).

Dr. Marc Arazi, Präsident der PhoneGate Alert Association, die Verbraucher über Täuschung und generelle Verschleierung des tatsächlichen Strahlungsniveaus von Mobiltelefonen bei Körperkontakt aufklärt: "Was sollen wir über die Markteinführung der neuen 5G-Handys denken? Wir können den Handyherstellern nicht mehr trauen, die uns wissentlich weit größeren Strahlenbelastungen ausgesetzt haben, als die wegen gesundheitlicher Risiken festgesetzten gesetzlichen Grenzwerte es erlaubt hätten."

Aktuelle Meldungen

Der US-Biophysikers Prof. James Lin hat im IEEE Magazin einen Artikel verfasst, in dem er die US-Gesundheitsbehörde zitiert: "... der Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und Tumoren bei männlichen Ratten existiert real und die externen Experten stimmten darin überein".
siehe diagnose:funk Brennpunkt

Vor 15 Jahren, im Jahr 2005 hat das Bundesamt für Strahlenschutz in den "Leitlinien Strahlenschutz" den Mobilfunk noch als Risikotechnologie eingestuft und eine Vorsorgepolitik gefordert. Die Bitkom-Industrie protestierte, das Papier wurde eingestampft.
siehe Leitlinien Strahlenschutz

Lichtblick 2020 - Die Proteste zeigen Wirkung. Die Mehrheit der Bundesbürger ist besorgt über die Strahlenrisiken, das ergab eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz.
siehe: Argumentationsnotstand des deutschen Strahlenschutzes

Welche Handlungsoptionen haben Kommunen gegen 5G?
Die kleine Gemeinde Bad Wiessee beschließt ein 5G-Moratorium.
siehe Rechte der Kommunen

Planungen zur digitalisierten SmartCity und zum Stand der Forschung finden Sie hier:
aus der Zeitschrift DieDrei

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