Rettet den Boden - ein Buch von Florian Schwinn

Der Boden bildet unsere Lebensgrundlage und wird sorglos verdichtet und ausgenutzt oder von der modernen Landwirtschaftsindustrie als bloßes Substrat verwendet. In der industriellen Fleischfabrikation fallen viel zu viele Exkremente an, die im Übermaß als Dünger eingebracht werden. Vergessen wird oft die Gesundheit der Böden und der Menschen, der täglich seine Früchte isst. Florian Schwinn plädiert für einen lebendigen Boden, der Grundlage für gesunde Nahrungsmittel ist.

Buchvorstellung

Warum wir um das Leben unter unseren Füßen kämpfen müssen

Die Rettung fruchtbarer Böden

Greenpeace Kursbuch Agrarwende

Der lebendige, fruchtbare Boden ist unsere Lebensgrundlage. Wir tun gut daran, ihn zu erhalten. Humus ist in den Boden eingelagerter Kohlenstoff - eine organische Substanz, die z.B. als Blatt auf den Boden gefallen ist oder abgestorbenes Gras oder auch tote Tiere. Zersetzer nutzen diese organischen Substanzen, um Humus aufzubauen. Dadurch wird CO2 in den Boden eingearbeitet.

Der Aufbau des Humusbodens ist ein zentraler Bestandteil der Pariser Klimakonferenz. Wenn wir jedes Jahr nur 4 Promille Humus auf allen landwirtschaftlich genutzten Flächen der Erde aufbauen, dann wäre das gesamte von dem Menschen emittierte CO2 im Boden. Das brächte uns eine ungeheure Entlastung für einige Jahre, in denen andere Maßnahmen greifen könnten. Würden wir ernsthaft eine "Humuswende" herbeiführen (im Moment wird Humus durch die Landwirtschaft zerstört), würden wir Zeit gewinnen, um gegen die Klimakatastrophe zu arbeiten.

Schwinn schlägt vor, möglichst nicht mehr zu pflügen, um das Bodenleben nicht zu stören. Der Boden müsste ständig bedeckt sein (z.B. Untersaat, Zwischenfrucht). Weitgehender Verzicht von Giften, Überdüngung durch Gülle, Kunstdünger wäre notwendig. Mulchen wäre sinnvoll. Auf viel zu wenig Land viel zu viele Tiere zu halten mit Futter, das aus Übersee bezogen wird, ist klimaschädigend und dürfte nicht auch noch von der EU subventioniert werden. Die Landwirtschaftssubvention muss neu geregelt werden. Subventioniert werden sollten die Landwirte, die Humus aufbauen, nur so viele Tiere halten, wie auch der eigene Boden ernähren kann. Es wäre einfach, aber die Lobbygruppen in Brüssel arbeiten dagegen.

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