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Klimaschutzmanager des Landkreises: Telefon: 0 60 21 / 3 94 - Telefax: 0 60 21 / 3 94 - 9 05

Der Landtag vergisst das Wichtigste

Britische Wissenschaftler haben in der führenden Fachzeitschrift "Science" eine Studie zur Klimabedeutung unseres Ernährungssystems veröffentlicht. Knapp zusammengefasst: Wenn wir als industrialisierte Menschheit so weiteressen wie derzeit üblich, wird das nichts mit dem 1,5-Grad-Ziel. Selbst wenn es gelänge, subito alle anderen Klimakiller-Emissionen abzustellen, würden wir uns in die Überhitzung des Planeten futtern... Die Forscher fordern daher, die Aufmerksamkeit beim Klimaschutz mehr als bisher auf Landnutzung und Ernährungsgewohnheiten zu richten: Radikal weniger tierische Produkte, mehr regional-saisonale Pflanzenkost, weniger Energieaufwand in der gesamten Produktionskette - vor allem bei Düngemitteln und Transport. Und natürlich: Schluss mit der Wegwerfmentalität bei Lebensmitteln!

Das alles ist dem aufmerksamen Publikum eigentlich seit langem bekannt. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass der Bereich Nahrung und Landwirtschaft (übrigens ebenso wie der Bereich Verkehr...!) in dem vom Landtag beschlossenen Bayerischen Klimaschutzgesetz keine substanzielle Berücksichtigung findet. Leider haben CSU und FW ein Gesetz ohne jeden Nähr-Wert geliefert. Im Maximilianeum wurde wieder einmal fades Fastfood aus der Lobbyküche, statt ein anspruchsvoll-edles, nahrhaft-gesundes Bio-Menu kredenzt.
Bernhard Suttner (Kompass-Orange, der ÖDP-Blog)

Bayer. Klimaschutzgesetz im Wortlaut

Experten sind für konkretere Ziele

Die Politik des "Weiter so" ist der falsche Weg

Wenn Manfred Weber sagt, die Wirtschaft müsse sich jetzt erstmal erholen, so bedeute das, an dem Ast zu sägen, auf dem die Menschheit sitze. "Die Erhaltung der Lebensgrundlagen muss oberste Priorität haben," findet dagegen Manuela Ripa, die für die ÖDP im Europaparlament sitzt und Kernthemen wie Dekarbonisierung, Flächenversiegelung, Umweltgifte, Massentierhaltung oder Artenschutz vorantreiben will. Außerdem will sie für Grenzausgleichsteuern sorgen, die heimische, umweltfreundliche Produkte vor der Billigkonkurrenz aus dem Ausland schützen.

 

Die ÖDP setzt auf eine Gesellschaft, die Ressourcen schont und die Zäsur durch Corona auch als Chance begreift. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Denn der Siegeszug der Industrialisierung hat von Europa aus in kaum mehr als 100 Jahren das Weltklima aus dem Gleichgewicht gebracht.

Die Erde ist überlastet!

Am 22. August ist der "Erdüberlastungstag". Das bedeutet, dass schon jetzt alle nachwachsenden Rohstoffe für dieses Jahr aufgebraucht sind. Lag der Erdüberlastungstag 2019 noch am 29. Juli, rückt er wegen der Corona-Krise gut drei Wochen nach hinten. Wer meint, Corona würde der Erde und dem Klima eine Verschnaufpause verschaffen, muss erkennen, dass der Verbrauch der Ressourcen zwar möglich, aber eine nachhaltige Trendwende nicht erfolgt ist.

Jedes Jahr machen die Forscher des "Global Footprint Network" eine Berechnung, wann die natürlichen Rohstoffe für das jeweilige Jahr aufgebraucht sind. Das Ziel der Kampagne ist es, die Begrenztheit der natürlichen Vorräte und der Erde ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und aufzuzeigen, wie das Datum in die Zukunft geschoben werden kann.

5. Bericht zur Biodiversität

Der Bericht zeigt, dass die Fortschritte viel zu gering sind. Es muss der Raubbau gestoppt, geschädigte Gebiete müssen renaturiert und intakte Natur unter Schutz gestellt werden. Die Ursache für Naturzerstörung liegt oft der immense Ressourcenverbrauch der Wohlhabenden. 

Biodiversität bedeutet biologische Vielfalt, also die Vielfalt der Arten (Tiere, Pflanzen), die Vielfalt der Lebensräume (Korallenriff, Magerrasen, Regenwald) und die Vielfalt innerhalb der Arten. Die Vielfalt ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. In der Natur hängt alles zusammen. Wir können nicht wissen, welche Bedeutung die einzelne Art hat, weil es ganz komplexe Zusammenhänge gibt.

Jeder kann etwas für den Artenschutz tun. "Global denken, lokal handeln" muss aber ergänzt werden durch geeignete Rahmenbedingungen der Politik (z.B. Lieferkettengesetz).

Institut für Biodiversität

Nabu

Bundesamt für Naturschutz

Jeder Mensch verbraucht Rohstoffe und Energie, produziert Müll und Abgase. Man stellt sich vor, dass jeder Mensch einen sogenannten „ökologischen Fußabdruck“ auf der Erde hinterlässt. Diesen kann man errechnen: WÄHLEN SIE EINEN DER DREI RECHNER HIER

FRIDAYS FOR FUTURE

PARENTS FOR FUTURE

SCIENTISTS FOR FUTURE

Ursachen der "Apokalypseblindheit"

Der Begriff stammt von dem Philosophen Günther Anders. Er legte dar, dass die Dimension der Zerstörung, zu der wir fähig sind, unsere Auffassungsgabe überfordert. Die Bedrohung verschwindet aber nicht dadurch, dass wir nicht fähig sind, sie zu sehen.
Laut Günther Anders benötigen wir Fantasie, um uns die Ausmaße der Zerstörung vorzustellen. Er fordert uns auf: "Habe den Mut zur Angst und ängstige deinen Nächsten wie dich selbst." Anders formulierte diese Ideen in Bezug auf die Möglichkeit der Menschen sich mittels der Atombome selbst auszulöschen. Dass die Gebote auch auf die Umweltkatastrophe zutreffen, hat er in seinen letzten Jahren gesehen.

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Wenn Permafrostboden taut ...

Der Klimawandel wird sich auch in Sibirien auswirken. Das betrifft aber nicht nur Russland, denn es ist eine Gefahr für das Weltklima. Etwa zwei Drittel der Fläche Russlands sind Permafrostböden. Dort lagern bis in enorme Tiefe unzersetzte Pflanzen, Tiere, jede Menge gebundener Kohlenstoff und Methan. Wird der Boden weich und öffnet sich damit dieser Speicher, kommt es zu gewaltigen Treibhausgas-Emissionen. Dadurch würde sich der Effekt der Klimaerwärmung deutlich verstärken (Dominoeffekt). Während man den Ausstoß der Klimagase in Industrie und Verkehr steuern kann, ist die riesige Fläche auftauenden Bodens (30mal so groß wie Deutschland) nicht kontrollierbar. 
siehe auch...

Es wird immer wärmer

Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus hat seinen Klimareport in Europa veröffentlicht: 2019 war das bisher wärmste Jahr. Alle Monate des zurückliegenden Jahres waren wärmer als normal. Zusätzlich gab es mehrere außerordentlich heiße Perioden. Auch im neuen Jahr setzt sich der Trend fort. Nach den Daten war auch das erste Quartal 2020 viel zu warm. Januar und Februar lagen sogar mehr als drei Grad über den Normalwerten. 

Erdbeobachtungsprogramm Coperincus

Europas Blick auf die Erde

Datenzugriff auf Coperincus

Zentrum für Luft- und Raumfahrt

 

 

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