Schreiben Sie uns, was Sie bewegt


Auf Einladung der ÖDP war Nico Paech am Freitag im Martinushaus. Grünes Wachstum lehnt er ab. Dafür bietet er die Postwachstumsökonomie an. Ein Video-Beitrag seines Vortrages wird bald hier veröffentlicht. Nico Paech forderte beispielsweise Energie sparen – Energie sparen und noch mal Energiesparen – und der Rest – nachdem alle Einsparpotentiale genutzt wurden, muss selbstverständlich durch Solar- und Windenergie gespeist werden – die Anlagen gehören auf Dächer , stillgelegte Flughäfen, Autobahnen und Industriebrachen. Technische Ansätze haben bisher nicht weitergeholfen. Über Entkoppelung lässt sich dieses Problem nicht lösen, sondern nur über 5 Konsequenzen:
nur eine kleinere und nicht mehr wachsende Ökonomie verspricht eine Lösung.
Nachhaltigkeit, die nicht am Individuum ansetzt ist Zeitverschwendung.
Wenn ich weiß, dass ich eine Ökonomie verkleinern muss, heißt das, dass Menschen mit weniger Gütern auskommen müssen. Und das ist eine Frage des Lebensstils und nicht der Technologie oder Politik. Diese Lernprozesse, kann uns die Politik nicht abnehmen.Es hat noch nie ein Beispiel in der Geschichte parlamentarischer Demokratien gegeben, daß eine Politikerin oder ein Politiker vor das Publikum getreten ist mit den Worten: „Wählt mich! Dann gibt’s ein Sonntagsfahrverbot, DIE Städte werden autofrei und Urlaubsflüge werden nicht mehr stattfinden, Kreuzfahrten werden verboten und es werden keine neuen Häuser mehr gebaut. Es wird das, was da ist, renoviert und nutzbar gemacht für möglichst viele Menschen. Der Fleischkonsum wird mindestens um vier Fünftel reduziert und junge Menschen bis 16 Jahren werden keinen Zugang haben zu digitalen Endgeräten. Ich glaube das wäre politische Selbstmord. Es müsste aber erfolgen, ohne das werden wir nicht überleben. Seit dem 2. Weltkrieg wird uns mehr Wohlstand und mehr Nachhaltigkeit von den PolitikerInnen versprochen. Das ist die Entkopplungsstrategie, das grüne Wachstum. Keine PolitikerIn könnte sich erlauben zu sagen: „Das war ein Irrtum. Wir haben 5 Jahrzehnte den Irrtum verbreitet, dass man beides haben kann: Wohlstand und Nachhaltigkeit. Politiker, die einen Veggi-Day, weniger Verkehrsbauprojekte oder einen höheren Spritpreis fordern, werden sofort abgestraft – auch von den eigenen ParteigenossInnen. Es gibt keine Mehrheit dafür. Deshalb ist es auch nicht ehrlich, den Menschen zu erzählen, sie sollen die richtige Politik wählen. Ehrlicher wäre es, den Menschen zu sagen: „Wenn Sie sich nicht selbst helfen, hilft ihnen niemand.“
Die Wissenschaft muss Handlungsempfehlungen entwickeln, die ohne politische Regulierung umsetzbar sind. Zur Demokratie gehört auch, dass Menschen selber Entscheidungen treffen. Was nicht heißt, die Politik aus der Pflicht zu nehmen. Die Gesellschaft wandelt sich folgendermaßen: Wenn eine bestimmte kritische Masse an Menschen bereits praktiziert, was überlebensfähig ist und die Politik erkennt, dass dieser Trend anhält und dass er sich langsam vergrößert, dann kann die Politik das aufgreifen und in Rahmenbedingungen und Gesetze gießen. Keine PolitikerIn, die gewählt werden will, eilt dem politischen Wandel voraus, (das ist viel zu gefährlich) sondern im sicheren Abstand hinterher. Und wenn wir die Geschichte anschauen, erkennen wir: Alle Verschärfungen von umweltpolitischen Rahmenbedingungen hatten immer den Auslöser in der Wirtschaft oder der Zivilgesellschaft. Erst wenn Pioniere etwas hervorgebracht hatten, das sich in der Praxis bewähren konnte und sich langsam ausbreitete oder auch ein Medienecho erfuhr, dann hat die Politik den Mut aufgebracht, es aufzugreifen und Gesetze daraus zu machen. Das Immissionsschutzgesetz ist genau so entstanden. Das EEG ist dadurch entstanden, dass Menschen sogar riskiert haben, dafür ins Gefängnis zu gehen.
Doppelstrategie, die auch den Worst Case abdeckt. Wir werden mit schweren Krisen rechnen müssen bis hin zum Kollaps. Wir müssen uns fragen, was geschieht mit uns, wenn wir im Ruin einer gescheiterten Industrie landen? Wie können wir dann noch einen Rest an Würde, sozialer Gerechtigkeit, Demokratie, Freiheit und vielleicht materiellem Wohlstand erhalten?
Liste 7 bei den Stadtratswahlen



Populismus – Polarisierung – Pauschalierung gefährden die Demokratie!
Bernhard Suttner stellte seinen Ausführungen einen dringlichen Klimaaufruf der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft voran: Der Klimawandel beschleunigt sich, das ist nicht mehr zu verleugnen. In den Jahren 2023 und 2024 lagen die globalen Durchschnittstemperaturen erstmals 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die internationale Gemeinschaft kann nur noch mit deutlich erhöhten Anstrengungen die globale Erwärmung unter 2 Grad halten, und es wächst die Gefahr, dass dieses Ziel verfehlt wird. Die globale Erwärmung ist in eine Phase der Beschleunigung eingetreten. Bereits um das Jahr 2050 könnte die Erwärmung sogar 3 Grad erreichen. Ergebnisse von Klimamodellen warnen uns, dass bis Ende des Jahrhunderts eine Erwärmung bis 5 Grad wahrscheinlich ist. Dies kann nur noch durch ein Umsteuern der Menschheit verhindert werden. Die Kombination aus Hitze und Trockenheit beeinträchtigt die Landwirtschaft stark und lässt Wälder absterben. Sie betrifft auch die Trinkwasserversorgung. Außerdem stellen die Hitzewellen eine große gesundheitliche Belastung dar. Diese gefährden insbesondere ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen. Steigende Temperaturen mindern die Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung und verursachen dadurch enorme wirtschaftliche Schäden. Gleichzeitig beobachten ExpertInnen weltweit einen dramatischen Verlust der Artenvielfalt, der sich durch den Klimawandel verstärkt und die Widerstandsfähigkeit unserer Ökosysteme beeinträchtigt. Weltweit steigt das Risiko, dass Hunger, Fluchtbewegungen, Verarmung, sowie gesellschaftliche und weltpolitische Instabilität weiter zunehmen. Trotz dieser offensichtlichen Entwicklungen haben die globale Gemeinschaft und auch Deutschland bislang nur unzureichend auf die mit der globalen Erwärmung verbundenen Gefahren reagiert.
Unterzeichnen Sie die Petition gegen Flächenfraß in Bayern
Die ÖDP Bayern hat eine Petition gegen den weiterhin dramatischen Flächenverbrauch im Freistaat gestartet.
www.openpetition.de/petition/online/flaechenverbrauch-wirksam-begrenzen-als-staatsziel-in-die-bayerische-verfassung
Darin fordert sie, die im Koalitionsvertrag der Staatsregierung enthaltene Marke von maximal 5 Hektar Flächenverbrauch pro Tag als Staatsziel in die Bayerische Verfassung aufzunehmen. „Es wäre doch ein guter Neujahrsvorsatz für die Koalition in München, sich 2026 mal an die großartig selbst verkündeten Versprechen zu halten. Die bisherigen Bemühungen zur Eindämmung des Flächenverbrauchs erschöpften sich im Wesentlichen in Appellen, sich freiwillig flächensparend zu verhalten. Doch man sieht deutlich: Das bringt nichts“, resümiert Agnes Becker, Co-Landesvorsitzende der bayerischen ÖDP. Denn im Jahr 2024 wurde laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik täglich durchschnittlich eine Fläche von 9,8 Hektar (fast das Doppelte) – das entspricht in etwa der Fläche von 14 Fußballfeldern (105m x 68m) – zusätzlich für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. „Unser Land verliert durch ausufernden Flächenfraß jeden Tag an Schönheit und Landschaft“, fügt Tobias Ruff, Co-Landesvorsitzender der ÖDP Bayern hinzu. „Wir brauchen unversiegelte Böden, um uns zu ernähren, Hochwassergefahren zu entschärfen und Lebensraum für die Arten zu bewahren.“ Grund und Boden dürfen nicht länger leichtfertig und unwiederbringlich unter Asphalt und Beton begraben werden. Nach Ansicht der bayerischen ÖDP kann die Lebensqualität Bayerns dauerhaft nur mit einer Netto-Null-Flächenversiegelung erhalten werden. Dieses Ziel muss mittelfristig erreicht werden.
Die ÖDP appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat, die Petition zu unterzeichnen und damit ein klares Signal an Politik und Verwaltung zu senden: Bayerns Böden müssen geschützt werden.
Die Unterschriftensammlung läuft bis zum 18.02.2026.
Online hier unterzeichnen
"Es ist wichtig, uns an die Schönheit des Lebens und an die Kraft in uns zu erinnern: Ich möchte, dass wir aus dieser Energie heraus in die Welt gehen, um sie zu verändern und nicht mit einem Feindbild im Kopf." (Marshall B. Rosenberg: Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation, S. 154) weitere Fotos

Die ÖDP nimmt keine Firmenspenden
Wir fordern: Die Parteien im Stadtrat sollen alle Spenden mit dem Namen der Spender auf ihrer Homepage veröffentlichen und auf Spenden von Firmen verzichten. Damit wahren wir das Vertrauen in Politik und Verwaltung. Unserer Forderung kommen wir selbst freiwillig nach.
weitere Info

"Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf" (unbekannter Verfasser)
„Wir sollten die Kraft der Demokratie nutzen, um gehört zu werden und so dafür zu sorgen, dass die Mächtigen das Problem nicht weiterhin ignorieren können.“ (Greta Thunberg)




















