Pressemitteilung
Befürchtete Gewalt gegen eine Minderheit ist nicht tolerierbar
Die Stadt beteiligt sich zwar an Veranstaltungen zum Pride Month und Christopher Street Day, will aber keine Beflaggung städtischer Fahnenmasten mit Regenbogenfahnen. Stadtrat Schmitt (ÖDP) widerspricht!
Am Pride Month und am Christopher Street Day (CSD) am 6. Juni beteiligt sich die Stadt Aschaffenburg mit verschiedenen Veranstaltungen (Lesungen, Filmvorführungen, Vorträge, Beleuchtung der Ebertbrücke mit Regenbogenfarben). Aber Regebogenfahnen werden an städtischen Fahnenmasten nicht aufgehängt. Oberbürgermeister Markus Schlemmer begründet das mit seiner Zurückhaltung von offizieller Beflaggung öffentlicher Gebäude. Er betont, dass Respekt und gutes Miteinander selbstverständlich auch gegenüber queeren Menschen gelte.
Die Absicht des Oberbürgermeisters ist klar erkennbar. Er möchte die Polarisierung in der Gesellschaft zumindest nicht befeuern. Wenn wir uns aber bewusst sind, dass Gewalt gegen eine Minderheit nicht tolerierbar ist, hilft kein Bekenntnis im Verborgenen oder nur im kleinen Kreis. Nein, es muss maximal sichtbar sein. Erinnernswert ist offenbar auch die Bedeutung der Regenbogenfahne als Friedenssymbol. Wenn jemand gegen dieses Symbol ist, dürfen wir ihm nicht entgegenkommen.
