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Diskriminierende Ampelschaltungen 2

Fußgängern werden an Straßenkreuzungen sehr lange Wartezeiten zugemutet. Die ÖDP will Verbesserungen für bisher benachteiligte Verkehrsteilnehmer.

Nach der Pressemitteilung vom 14.7. unter dem Titel „Diskriminierende Ampelschaltungen“ erreichte die ÖDP Aschaffenburg einige Zuschriften aus der Bevölkerung. Das Thema Ampelschaltungen treibt nicht wenige Fußgänger und Radfahrer in Aschaffenburg um. So wird die Querung der Würzburger Straße insgesamt als äußerst unbefriedigend wahrgenommen – sei es auf Höhe der Fachhochschule, sei es zwischen Kneippstraße und Schoberstraße oder an der Kreuzung zur Berliner Allee. Nach 15 Sekunden springt die Ampel auf Rot. Auch wenn danach noch Zeit verbleibt, bevor der Autoverkehr Grün bekommt: Für Senioren oder mit Einkäufen bepackte Kunden reicht die Zeit bei weitem nicht aus, um vier Fahrspuren inklusive Verkehrsinsel zu überqueren. Da zudem die Grünphase aktiv per Knopfdruck angefordert werden müssen, ergeben sich mitunter sehr lange Wartezeiten. Die Ampel an der Kreuzung Hanauer Straße / Münchstraße sorgt mehr für Verwirrung bei den Fußgängern, als dass sie hilfreich ist. Denn am Wochenende oder in verkehrsarmen Zeiten gibt es keine reguläre Grünphase für Fußgänger. D. h. der Fußgänger steht erst einmal an der Ampel, wundert sich, dass er nicht grün bekommt, bis er versteht, dass er die Grünphase per Knopfdruck anfordern muss.

Selbst die Innenstadt, die weitaus mehr Fußgänger zu verzeichnen hat als die Peripherie, bietet ein schlechtes Bild. Selbst am stark frequentierten Überweg Erthalstraße / Agathaplatz / Karlstraße ist keine Grünphase für Fußgänger vorgesehen. Grün gibt es nur per Knopfdruck und in Verbindung mit langen Wartzeiten. Ein besonderes Ärgernis stellt die Ampel auf der Höhe Volkshochschule / Stadthalle dar. Wieso hindert eine Ampel in einer Umweltstraße, die dem Umweltverbund verpflichtet ist, ausgerechnet Fußgänger daran, selbige Straße zu queren? Das versteht keiner. Ich zitiere hier aus einer Zuschrift: „Es kann nicht sein, dass für ein paar Sekunden Zeitgewinn für den MIV der Fußgänger, der ohnehin zeitlich benachteiligt ist, zusätzlich so ausgebremst wird.“

Die ÖDP Aschaffenburg sieht sich auch durch die Zuschriften in ihrem Ansinnen bestärkt, weiterhin für Verbesserungen für bisher benachteiligte Verkehrsteilnehmer zu kämpfen. Wir brauchen reguläre und ausreichend lange Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer, um die Verkehrswende zu stemmen.

Katrin Bauer (Kreisschriftführerin)

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