Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Klimaschutz durch zukunftsweisende Verkehrspolitik

Wir haben noch eine Chance den Klimakollaps abzuwenden, wenn wir schnellstens alle Anstrengungen auf uns nehmen, die CO2-Neutralität zu erreichen.

Die Prognose: Selbst wenn wir bis 2035 kein CO2 mehr ausstoßen, haben wir laut Wuppertal-Institut gerade einmal eine 50%-ige Chance, den Klimakollaps abzuwenden. Das ist bereits Russisch-Roulette mit 3 Kugeln in 6 Kammern. Von der Bundesebene können wir keine Hilfe erwarten, da alle Bundestagsparteien das CO2=0-Ziel auf das Jahr 2041 und später verschoben haben. Das wiederum ist Russisch-Roulette mit 4-6 Kugeln in 6 Kammern. Als fatal erweist sich nun, dass die letzten Jahrzehnte bezüglich des Klimaschutzes verschlafen wurden.
Umso mehr Grund haben wir nun, ab sofort alle Anstrengungen auf uns nehmen, CO2-Neutralität zu erreichen. Bedauerlicherweise existiert in Aschaffenburg noch kein CO2-Reduktionspfad mit Ziel 0. Die einfachsten Maßnahmen hierfür sind: ein sofortiges Tempolimit von 30 km/h im gesamten Stadtgebiet und ein deutlich höheres Budget für den Radverkehr. Natürlich brauchen wir auch das nötige Personal, um die Budgets umsetzen zu können. Allerdings gilt: Investitionen in den Radverkehr amortisieren sich bereits innerhalb von 15 Jahren. Danach entlasten sie sogar den städtischen Haushalt. Denn jeder Kilometer, der nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rad zurückgelegt wird, verlängert die Lebensdauer einer Straße deutlich. Solche finanz- und klimapolitischen Chancen müssen wir ergreifen, zumal ein städtischer Haushalt nicht grenzenlos überdehnt werden darf.

Katrin Bauer (Kreisschriftführerin)

Zurück