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Pressemitteilung

Rechte Umtriebe – Demokratie unter Druck?

Viele Landkreisgemeinden wollen dem Beispiel von "Aschaffenburg ist bunt" folgen und über Parteigrenzen hinweg für Demokratie und gegen Rechts ein Zeichen setzen.

„Im Moment ist es ruhig in Aschaffenburg“, erklären Katrin Bauer („Aschaffenburg ist bunt“) und Gudrun Wörner („Omas gegen Rechts“), die als Expertinnen zum Thema „Demokratie unter Druck“ zu einem Bürgerdialog der Europa-Union am 25. April 2024 am Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium geladen waren. „Vor einem Jahr allerdings sah es ganz anders aus“, fährt Bauer fort und erzählt den Gästen, wie es zur Gründung von „AB ist bunt“ gekommen ist und was das Bündnis bisher erreicht hat. „Allerdings sollten wir uns nicht in falscher Sicherheit wiegen“, mahnt Bauer: „Zwar haben die Rechten verstanden, dass sie in Aschaffenburg auf großen Widerstand in der Zivilgesellschaft stoßen, dafür haben sie den Landkreis zur Spielwiese auserkoren. Daher erreichen uns aktuell sehr viele Anfragen von Bewohnern aus dem Landkreis, die dem Beispiel von „AB ist bunt“ folgen wollen.“ Denn für rechte Umtriebe hätten die Landkreisbewohner ebenso wenig Sympathien wie die Aschaffenburger.
Bernhard Schmitt (ÖDP), ebenfalls geladener Experte des Abends zum Thema „Klimaschutz in Europa“, äußert auf Nachfrage im Nachgang: „So ärgerlich die Umtriebe der Rechten auch sind, schaffen sie doch eines, nämlich dass sich die Leute über die Parteigrenzen hinweg solidarisieren, miteinander ins Gespräch kommen und sich schlicht als Menschen begegnen.“ Etwas verschmitzt grinsend fügt er hinzu: „Man könnte fast dankbar sein…“
Auf jeden Fall darf man gespannt sein, welche Früchte dieses sichtbare Zusammenrücken noch tragen wird. Zumindest macht es Mut in Anbetracht all der anderen Krisen, die die Menschheit bewältigen muss. Das Beispiel von „AB ist bunt“ zeigt deutlich, dass Probleme kommunal, auf der untersten Ebene angegangen werden müssen. Wir dürfen nicht darauf warten, dass auf höheren Ebenen Entscheidungen getroffen werden. Politik wird immer und v. a. in erster Linie vor der Haustür gemacht. Die große Bedeutung von Lokalpolitik ist nicht zu unterschätzen. Und hier können viele mitwirken.
Katharina Dehn (ÖDP-Kreisvorsitzende)

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