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Pressemitteilung

Vorsicht - Glatteis

Bei Schnee und Eis werden in der autofreundlichen Stadt Aschaffenburg die Straßen vorrangig geräumt. Fußgänger und Radfahrer haben tagelang das Nachsehen.

Wie man sich gekonnt selbst ein Bein stellt, war in den vergangenen Tagen in Aschaffenburg zu beobachten. Bei Schnee und Eis haben in der autofreundlichen Stadt Aschaffenburg beim Räumdienst selbstverständlich die Straßen unbedingt und ausschließlich Vorrang. Nur: Selbst eingefleischte Autofahrer müssen zumindest ein paar Schritt zu Fuß gehen, um zu ihrem PKW zu gelangen. Und da passiert es: Bumms, man liegt darnieder. Denn an die Gehwege denkt keiner. So waren die Rettungskräfte am vergangenen Mittwoch unermüdlich im Einsatz, um gestürzten Passanten zu helfen, wie auf BR 24 zu lesen war. Ob die Prioritäten vielleicht doch falsch gesetzt werden? Freilich sollen und müssen Straßen geräumt werden, aber darüber dürfen andere Verkehrswege nicht vernachlässigt oder gar vergessen werden! Warum wird z. B. der parallel zum Ring verlaufenden stark frequentierte Rad- und Fußweg seit Tagen nicht geräumt? Warum werden am Straßenrand befindliche Radwege nicht von Schnee und Eis befreit, sodass die Radfahrer dazu genötigt werden, die PKW-Spur zu benutzen, was wiederum zu Konflikten mit Autofahrern führt, die für die Nöte der Radfahrer häufig leider überhaupt kein Verständnis haben?

Fazit: Die Erkenntnis, dass Fußgänger und Radfahrer auch mobil sein wollen und müssen, muss sich in Aschaffenburg noch durchsetzen. Und dass bisweilen sogar Autofahrer zu Fuß gehen und dann mit den Problemen von Fußgängern konfrontiert sind, zeigt sich bei Schnee und Eis besonders deutlich.

Katrin Bauer (Kreisschriftführerin)

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